Schnarchen – Ein

Wenn man sich mit Schlafen und Schnarchen auseinandersetzt, stößt das Interesse immer auch auf Ablehnung. Kaum ein Schnarcher und nur wenige Angehörige solcher Personen wollen sich zum Problem äußern, irgendwie scheint das Phänomen ein privates zu sein und wird deshalb als ähnlich peinlich eingeordnet wie die Scham der Nacktheit oder finanzielle Ausstattungen. Und das ist auch gar nicht so absurd, gilt Schnarchen doch oft und gemeinhin als eine Art Mangelerscheinung, in jedem Fall aber als zu verurteilende Störung, die nicht selten mit brutalem Witz abgeurteilt wird! Wer aber sein Problem nicht mitteilen kann, weil das öffentliche Klima derart ablehnend reagiert, behält es meistens für sich und verweigert sich dadurch auch sinnvollen Therapiemöglichkeit. Was die wenigstens dabei wissen: Hilfe gegen das Schnarchen ist wichtig und angebracht – denn die Unterbrechungen des Schlafes können bedenkliche Folgen haben. Dazu gleich mehr.

 

Aufgrund der Forschung im Schlaflabor steht uns mittlerweile eine Fülle an Daten zur Verfügung, die zum Beispiel Aufschluss über die Schlafphasen und deren Bedeutung geben. Schnell wird klar, dass bei einer Störung und Verschiebung oder gar bei einer Aufhebung einzelner Phasen sich Krankheiten entwickeln können, die garantiert kein Bestandteil irgendwelcher Witze sein sollten! Davon sind dann auch oft die Partner der Schnarcher betroffen, die selbst nur schlecht ein- oder durchschlafen und die sich aus Scham und aus Rücksicht dem Geliebten gegenüber zum Problem oft kaum äußern. Das kann über Jahre, ja Jahrzehnte so gehen – bis es zu spät ist. Um dem Schnarchen zu begegnen, ist deshalb zunächst eine Bestandsaufnahme und eine genaue Analyse notwendig, die sowohl informiert als auch eine angebrachte Therapie vorbereitet. Davor braucht sich niemand zu fürchten, im Gegenteil: Vom Schnarchen geheilte Menschen sind in der Regel kraftvoller und natürlich ausgeruhter und können sich ganz auf ihr Tagwerk konzentrieren. Schauen wir uns deshalb das Phänomen des Schnarchens einmal genauer an.

 

Schnarchen – Ursachen und Gründe

Wer sich nun fragt, warum gerade er diese nächtlichen Konzerte veranstaltet, muss einen Blick auf die eigene Gesundheit und auf den unterhaltenen Lebensstil werfen. So gibt es Menschen, die eine bestimmte, genetisch bedingte Fehlstellung aufweisen, gegen die sich kein Mittelchen aus der Hausapotheke bewähren kann. Schnarchen entsteht, wenn die Muskeln in Gaumen, Unterkiefer oder Rachen erschlaffen und das Gaumensegel bei jedem Luft – beziehungsweise Atemzug anfängt zu vibrieren! Das verursacht Geräusche, die denen einer flatternden Fahne gar nicht so unähnlich sind. Je nach Konstitution kann sich die Tonlage dabei in unterschiedliche Ausprägungen entwickeln, oft haben dicke Menschen einen tieferen Schnarchbass als dünnere. Betroffen freilich können beide sein, gerade wenn neben den genetischen Schwierigkeiten auch akute Erkrankungen vorliegen: Infektionen der Atemwege, Bestandteil jedes simplen Schnupfens, behindern natürlich die Nasenatmung immens, in der Regel müssen die Patienten dann durch den Mund atmen – mit allen unangenehmen Konsequenzen. Das Schnarchen ist eine davon und es führt unter Umständen bei dauerndem Auftreten zu mangelnder Aufnahme von Sauerstoff und damit zur Ausschüttung von Stresshormonen – im Schlaf! Erinnern wir uns dessen eigentlicher Funktion der Erholung, wird natural viagra alternatives ein solcher Umstand zum echten Problem. Schnarcher können sich oft schwer konzentrieren, sind meistens müde und so weiter. Denn Infektionen beziehungsweise Störungen der Atmung müssen nicht nur auf eine akute Erkrankung zurückzuführen sein. Auch Allergien, gerade gegen Hausstaub, sind nicht selten, auch die Einnahme von Medikamenten kann die Atmung behindern. Wer raucht, kennt sicher die allmähliche Austrockung der Schleimhäute und selbst der beliebte (aber eben gar nicht so gesunde) alkoholische Schlummertrunk führt zur bevorzugten Mundatmung durch den Körper. Abgesehen von den genetischen Ursachen können all diese zivilisatorischen Ursachen relativ leicht bekämpft werden, wie wir gleich sehen werden. Bei allen anderen Gründen muss nicht selten operiert werden. Auch dazu gleich mehr.

 

Hilfe für Schnarcher

Es kommt immer darauf an, was die Ursache für die nächtlichen Konzerte ist. Danach richtet sich schließlich auch die eigentliche Behandlung, die mitunter sehr einfach, mitunter aber auch richtig kompliziert ausfallen kann.

Beginnen wir mit den größeren Eingriffen. Wenn eine Fehlstellung oder Erschlaffung diagnostiziert wird, ist eigentlich nur eine Operation als wirksame Methode relevant. Klar, man kann es auch mit Schnarchspangen oder gar einer Schnarchmaske versuchen, was sich jedoch in anderen Fällen besser verwenden lässt als zum Beispiel bei der Schiefstellung der Nasenscheidewand. Diese zu operieren ist keine Sache mehr, vielmehr Routine und auch am Gaumen wie im Rachen lässt sich einiges richten. Freilich gibt es dabei Methoden wie das Veröden des Gaumens, die Entfernung des Zäpfchens und die Straffung der Rachenbereichs, welches ziemlich ausgefallen wirken und die wohl auch deshalb vor allem in Amerika zum Einsatz kommen. Dort wird sogar mit Verkochung der Gaumen geschrumpft! Ob das so gut ist, muss jeder im Gespräch mit seinem Arzt entscheiden. Die beschriebene Schnarchmaske hingegen verspricht große Erleichterung: Durch ein integriertes Druckausgleichssystem kann der Betroffene befreit durchatmen, Geräusche sind kaum vorhanden und auch der Partner kann sich endlich wieder auf die eigentliche und wichtige Nachtruhe konzentrieren. Natürlich, toll sieht so eine Maske nicht aus, eher wie aus einem Science-Fiction Film, aber sie hilft wirklich! Davon zeugen begeisterte Berichte von ehemaligen Schnarchern, die nicht selten nach Jahrzehnten der Qual ihren Schlaf voll und ganz und ohne die Ausschüttung von Stresshormonen genießen können.

Ebenfalls ein wenig kurios, aber sehr effektiv: Der Schnarchrucksack. Diesen kann man in der Apotheke kaufen und er funktioniert nach einem sehr simplen Prinzip. Da Schnarcher oft auf dem Rücken liegen und ihre Geräusche entwickeln, ist der Schnarchrucksack eine eher harte, unangenehme Unterlage, so dass man sich schließlich auf die Seite legt und dort weiterschläft – die Atmung profitiert davon ungemein! Mit der Zeit gewöhnt sich der Organismus an diese Seiten- oder Bauchlage und das Schnarchen sollte dann endgültig verschwunden sein.

Alle anderen Schnarcher sollten sich mal Gedanken über ihren Lebensstil machen. Vielleicht ist ein wenig Abnehmen sehr sinnvoll, die Einstellung des Rauchens (und gegebenenfalls des übermäßigen Trinkens) empfiehlt sich jedenfalls. Das trägt alles zur Entlastung der Atmung bei und dürfte in Zukunft für deutlich mehr Ruhe im Schlafzimmer sorgen.